Nahe der touristischen Hochburg Puerto de la Cruz findet man den kleinen Ort El Sauzal, der auf einer Klippe residiert und somit einen wunderbaren Blick über die unendlichen Weiten des Landes ermöglicht. Der kleine etwas verschlafen anmutende Ort besticht mit seinem besonders attraktiven Rathaus, welches in kanarischer Architektur gehalten ist und den Mittelpunkt des Ortes darstellt. Besonders liebevoll arrangiert erweist sich hier der Aufgang zum Rathaus, da dieser einen kleinen botanischen Garten gleichzusetzen ist.
Das eigentliche touristisch interessante Objekt befindet sich jedoch etwas außerhalb der kleinen Ortes und ist ein Landgut aus dem 16. Jahrhundert. In diesem wundervoll ansprechend gestalteten Anwesen findet man heute das begehrte Weinmuseum Casa de Vino La Baranda, welches den Besucher entführt auf eine Reise des traditionellen Weinanbaus. Hier kann man vor Ort gerne den einen oder anderen Tropfen Wein verköstigen, oder sich in allen Weinfragen beraten lassen. Ebenfalls sehr aufschlussreich sind die dort zu besichtigenden zahlreichen Gewerkschaften, die in früherer Zeit zur Weinherstellung dienten. Das die Weinbaukultivierung in dieser Region eine besonders lange Tradition besitzt, wird dem Reisenden bei einer Erkundung der nahen Region sehr verdeutlicht, und man sollte sich nicht scheuen, diesen vor Ort mit einer herzhaften Beilage zu verköstigen.
Besonders attraktiv ist nach einer solch herzhaften Zwischenmahlzeit auch ein Spaziergang durch die zahlreichen Weinanbauten der Region, den man in dieser bezaubernden Kulisse gerne unternimmt, ehe man sich vielleicht zu einem Besuch der Nachbarstadt Valle de Los entscheidet. Diese liegt etwas unterhalb von El Sauzal auf einer malerischen Landzunge und beherbergt in ihrem 6000 Einwohner zählenden Ort einen prächtigen Palmengarten.
Nicht zu vergessen sind in dieser Region nahe Puerto de la Cruz die herrlichen Sandstrände, die einen vollkommen anmutenden Urlaubstag auf erfrischende Weise abrunden und so alle Freuden decken, die ein perfekter Tag beinhalten sollte.
Text von Claudia Schleicher
