Eine beschauliche kleine Stadt ist die erstmals im Jahre 1501 besiedelte Region Icod de los Vinos, die bereits im Namen ihre damalige Haupteinnahmequelle kund tut- den traditionellen Weinanbau. Allerdings haben auch hier bereits die architektonischen “Fehlkonstruktionen” -in Form von Hochhäusern- die Idylle erobert, und dominieren bedauerlicherweise das Küstenbild. Jedoch ist dies vielleicht ein kleiner Schandfleck, der jedoch der landschaftlichen Interpretation dieser Region um das Weindorf sicherlich keineswegs schaden wird. Denn der Reisende der Icod de ls Vinos aufsucht, wird sich sofort in die herrliche Landschaft und die bezaubernden Strände von San Marcos verlieben, und mit Sicherheit die unendlichen Weiten der Umgebung zu schätzen wissen.
Besonderes Wahrzeichen dieser Ortschaft und auch der Insel Teneriffa ist der dort verwurzelte Drachenbaum. Dieser zählt aufgrund seiner Höhe von etwa 16 Meter und einen Stammdurchschnitt von knapp 6 Metern nicht nur zu einem der größten Bäumen der Insel, sondern ist aufgrund seines geschätzten Alters von über 3000 Jahren mit Sicherheit einer der ältesten Gewächse auf der Insel. Allerdings muss man ergänzend hinzufügen, dass sich viele Fachleute der Botanik bis heute über das wahre Alter streiten und sich hier gravierende Altersunterschiede ergeben. Jedoch bleibt dieser Drachenbaum ungeachtet der fachlichen Meinungsverschiedenheiten, ein imposanter natureller Vertreter, den man unbedingt bei der individuellen Teneriffa Reise betrachten sollte.
Icod de los Vinos ist auch eine hervorragende Offensive bei der Wahl des gewünschtes Urlaubsdomizils, da sich der kleine Ort in unmittelbarer Nähe der beliebten Stadt Puerto de la Cruz befindet, die mit allen Annehmlichkeiten der touristischen Erschlossenheit aufwartet. Aber auch für eine Erkundung des Landesinneren bieten sich hier wunderbare Möglichkeiten, da sich in unmittelbarer Nähe die Pyramiden von Güímar sowie der Teide Nationalpark befinden.
Text von Claudia Schleicher
