Eine besondere Attraktion, die man mit Sicherheit nicht auf den ersten Blick auf der Insel Teneriffa vermutet, sind die Pyramiden von Güimar, die man nahe Puerto de Guimar findet. Diese sehenswerte Kulisse bereichert jeden Urlaub auf Teneriffa um ein vielfaches, zumal dieses Areal nicht nur eine attraktive Sehenswürdigkeit ist, sondern vielmehr im weltweiten fachlichen Interesse steht.
So ging man lange Zeit davon aus, dass es sich bei den Pyramiden lediglich um eine vermutlich im 19. Jahrhundert künstlich arrangierte Begebenheit handelte, die vermutlich eine Attraktion bilden sollte und von Einheimischen errichtet wurde, um ein touristisches und internationales Aufsehen zu erreichen.
Jedoch kann man heute davon ausgehen, dass diese Pyramiden mehr mit den alten Kulturen und Ägypten zu tun haben, als anfangs vermutet. So entspricht der Baustil den ehrwürdigen Pyramiden und Tempel der Peruaner, und weißt entscheidende Merkmale zu Bauten in Mexiko und Mesopotamien auf. Auch spricht die astrologische Ausrichtung für eine Erbauung in damaliger Epoche. Besonders eindrucksvoll ist die Bauweise dieser Pyramiden, da sie aus Gesteinsmassiven erkalteter Lava errichtet wurden, wobei man darauf achtete, dass die Außenfläche eine gerade Struktur aufweist. Auch die Ausrichtung der Terrasse entspricht der typischen Bauweise, da die an der Westseite angelegt wurde.
Aufgrund aller dieser Begebenheiten kann man daher schlussfolgernd, dass es sich bei diesen Territorium um ein besonderes Erbe damaliger Bewohner handelt, wobei man die zahlreichen Fundstücke und Artefakte im Museum Casa Chacona betrachten kann, welches sich ebenfalls auf der Parkanlage befindet. Besonders erwähnenswert sind auch die zahlreichen Veranstaltungen, die jährlich auf diesen beeindruckenden Parkareal veranstaltet werden, da sie stets diese prähistorischen Zeitzeugen in den Mittelpunkt agieren und so eine besondere Bereicherung darstellen.
Text von Claudia Schleicher
