Die schmackhafte Küche des Atlantiks

Die Küche Teneriffas kann man als eine der abwechslungsreichsten Regionalküchen Spaniens bezeichnen. Neben spanischen Klassikern gibt es aber einige kulinarische Leckerbissen, die für die Insel besonders prägend sind – und die man in Deutschland so nicht bekommt.

Zwar findet man auf Teneriffa noch viele Zubereitungen von Kaninchen (Conejo en Salmorejo) und Ziege, meist gegrillt, gebraten oder geschmort, dennoch halten auch hier immer mehr vegetarische Gerichte Einzug auf die Speisekarten. Ein rein pflanzliches Menü kostet in einfachen Lokalen meist 10 bis 15 Euro.

Als sättigende Beilage erhält man fast überall Papas arrugadas – kleine Kartoffeln, die in stark gesalzenem Wasser gekocht werden, bis sich eine feine Salzkruste auf der runzeligen Schale bildet. Man isst sie mitsamt Schale, ohne Butter. Ein Teller kostet je nach Lokal etwa 3 bis 6 Euro. Dazu reicht man die beiden typischen Mojo-Saucen:

Kriterium Mojo Rojo Mojo Verde
Farbe rot grün
Basis rote Paprika, Chili, Kreuzkümmel Koriander oder Petersilie, grüne Paprika
Schärfe pikant bis feurig mild bis mittel
Passt zu Kartoffeln, Fleisch Kartoffeln, Fisch, Käse

Empfehlung: Wer Schärfe scheut, nimmt Mojo Verde und lässt sich den roten Dip separat geben – so wird nicht das ganze Gericht “überfeuert”. Ausdrücklich verzichten sollte man auf Mojo Rojo, wenn man empfindlich auf Chili reagiert; die Schärfe schwankt von Küche zu Küche stark.

Teneriffa ist weit über die Insel hinaus für Fischgerichte bekannt – trotz überfischter Meere. Als Reisender sollte man den ökologischen und den Tierschutzgedanken im Blick behalten und ruhig auch zu einem der vielen Veggie-Gerichte greifen.

Häufige Fehler: Viele Besucher versuchen, die Salzkruste der Papas abzuwaschen – das ist gerade der Geschmacksträger. Und wer “Gofio” auf der Karte für eine Nachspeise hält, irrt: Es ist geröstetes Getreidemehl und meist Bestandteil herzhafter Gerichte.

Insidertipp: Als empfehlenswert haben sich die Restaurants La Pajarita (Calle de Cairasco, 13, Santa Cruz) oder das La Ecologica (Calle Juan Pablo II, 3, Santa Cruz de Tenerife) herausgestellt.

Als Nachspeise für “süße” Reisende empfiehlt sich ein baiserähnliches Dessert, oft mit Mandeln (ähnlich dem Bienmesabe). Wer es herzhafter mag, greift zum gebratenen, milden Ziegenkäse mit Mojo.

Häufige Fragen

Sind Papas arrugadas versalzen? Nein – das Salz sitzt außen auf der Schale, das Innere schmeckt normal.

Bekommt man auch als Vegetarier gut zu essen? Ja, Papas mit Mojo, gebratener Käse und Gemüsegerichte sind überall verfügbar.

Welche Mojo ist schärfer? Die rote. Die grüne ist die mildere Variante.

Ganz gleich, wofür man sich entscheidet: Die Spezialitäten spiegeln den Facettenreichtum der Insel wider.